Durchgespielt – Tales of Berseria

Tales of Berseria PS4 Game

Ein großartiges Abenteuer –und die Frage nach Gut und Böse.“

Vorwort

Nachdem ich schon einige Tales of- Titel durchgespielt habe war die Vorfreude auf Berseria groß, und ich wurde trotz etwas Skepsis nicht enttäuscht. Dieser Titel begeistert von Anfang an. Man wird recht zügig von Beginn des Spiels in die spannende Story hineingezogen. Die Hauptfigur Velvet wirkt authentisch, so dass man ihr ganzes Leid und den Wille auf Rache gut nachvollziehen kann.

Tales of Berseria zeigt uns, dass auch Hauptfiguren schwächen und Ängste haben dürfen.“

Story

Die Welt erlebt einen Wandel, Klimaveränderungen und Dämonen machen den Menschen zu schaffen. Nach einem Vorfall vor 3 Jahren hat sich auch das Leben von Velvet Crowe verändert…

Getrieben aus Hass, Wut und Verzweiflung kennt Sie jetzt nur noch ein Ziel: Rache! Ohne Rücksicht auf Verluste begibt sich Velvet auf eine lange Reise, in der Sie schnell auf ein paar Verbündete trifft, die aber nebenbei auf der Suche nach der Wahrheit auch ihre eigenen Ziele anstreben.

Kampfsystem

Neben den für Tales of typischen Artes (Artes, Malak- Artes, Kriegs-Artes, und dem Mystischen Arte) verfügt man auch über sogenannte Seelenbrecher, die ihr durch Seelen aktivieren könnt. Die Anzeige unten zeigt euch wie viele ihr momentan besitzt, ab 3 Seelen lässt sich ein Seelenbrecher auslösen. Doch Vorsicht, der Gegner kann euch Seelen klauen, was euch das kämpfen schwer machen kann. dies gilt umgekehrt natürlich auch. Man muss schon etwas im Kampf aufpassen, gerade zum Ende des Spiels erscheinen einem die Seelen als sehr nützlich. Die SA lässt euch ein Mystische Artes entfachen. Ab 3 SA ist dies möglich und lohnenswert als Abschlussangriff, da hier Boni und bessere Rüstung als Belohnung warten.

Waffen & Rüstung

Jeder Charakter beherrscht eine eigene Kampfkunst und dementsprechend auch einen eigenen Waffentyp. Diese könnt ihr von Gegnern erhalten oder in den Shops in jeder Stadt erwerben. Umso mehr ihr dort euer hart erarbeitetes Gald ausgebt oder Gegenstände verkauft, steigt das Ladenlevel, welches bis Stufe 15 möglich ist. Rüstung wird nach männlich und weiblichen Charakteren getrennt. Ringe kann jeder tragen und Schuhe gibt’s ja auch noch. Die Shops bieten das aufwerten jeweiliger Ausrüstung an. Bis zur Stufe 10 könnt ihr ein Teil verbessern lassen. Dies kostet jedoch Gald und später sind äußerst seltene Materialien gefragt. Keine Sorge, ihr könnt Rüstungsteile und Waffen auch wieder zerlegen und so die Materialien wieder bekommen. Umso höher der Schwierigkeitsgrad, umso bessere Chancen auf seltene Ausrüstungsgegenstände. Diesen könnt ihr im Options-Menü jederzeit ändern.

Charaktere

Wie immer eine wilde zusammengeworfene Truppe, die sich gemeinsam auf Velvets Rachefeldzug zufällig begegnet. Jeder hat so seine eigenen Gründe sich auf diese gefährliche Reise einzulassen.

So erfährt man nach und nach mehr über die unterschiedlichen Charaktere, was hier sehr gelungen ist. Denn so treten die anderen Figuren nicht nur in Velvets Schatten sondern zeigen uns ihre eigenen Seiten und Beweggründe.

Grafik

Die Grafik ist absolut in Ordnung. Die Bewegungen sind flüssig, Die Städte sind etwas einfach gehalten. Zum Erkunden bleibt nicht viel Raum. In einigen Orten sind gerade Landschaften, Blumen und Pflanzen echt schön dargestellt, und haben bei mir schon mal für einen Wow Effekt gesorgt. Solche Details mag ich besonders in Rollenspielen. In anderen Fällen war leider leider das Gegenteil der Fall. So mancher Busch erinnert an ein Origami Papier. Das ist aber nicht so schlimm. Im großen und ganzen ist die Grafik gut. Ich habe meine optische Reise in Tales of Berseria durch Dörfer, Städte, Höhlen und Felder trotzdem genossen. 😉

Kostüme & Add-On Käufe

Kennt ihr das auch? Wenn ich meinen Helden die ganze Zeit so zuschaue, sehe ich mir die Kleidung schnell über. Aber es gibt ja Kostümsets! Hier bietet euch Berseria wiedermal einiges an Auswahl. Neben den Accessoires und der Kleidung die ihr bereits im Spiel freischalten könnt, habe ich mich für ein paar Add On Käufe entschieden:

– Die Piraten Outfits kosten 6,99 Euro und passen perfekt zu dem Spiel. Man bekommt für jeden eine andere Frisur, Kostüme und kleine Accessoires.

– Die Schuloutfits kosten 11,99 Euro und bieten neben Kostümen, Accessoires und Frisur auch eine eigene Kampfmusik. Allerdings passen die Kostüme der jeweiligen Charaktere nichts so gut zusammen. Meine Favoriten sind hier Magilou und Rokurou!

– Menagerie Kostüme kosten 9,99 Euro und bieten leider nur den weiblichen Charakteren Outfits, Frisur und Accessoires.

Eine Entdeckungsreise quer durch Gefühle, Kontinente und Inseln.

Fazit

Rika’s Fazit

Ein doch eher ernster Tales of Titel, der uns das ganze Spiel über die Frage nach dem was gut und böse ist stellt. Ich habe meine Freude an Berseria gehabt, und bin mit über 100 Stunden Spielzeit belohnt worden. Leider kam für mich der Humor nicht so rüber, wie in Tales of Xillia & Xillia 2 was aber thematisch am Spiel liegt. Man wollte hier wohl bewusst ernster und reifer sein. Die Musik war leider etwas schwach und nicht immer in Abenteuer oder Aufbruch Stimmung. An den Anspielungen zu anderen Tales of Titeln werden einige ihren Spaß haben. 😉 Das Kampfsystem ist schnell und stressfrei. Mit Grad Punkten könnt ihr wieder einiges in euren New Game + Durchgang mitnehmen. Leider sehr schade dass man sein Geo Board nicht übertragen kann, wäre für den 2. Durchgang als Speedrun super praktisch gewesen! Beide Sprachausgaben (Englisch und Japanisch) sind angenehm bis auf ein paar kleine Ausnahmen. Persönlich gefiel mir sogar die Englische Version etwas besser. Rokurou bekam dadurch einen ganz anderen Charakter.  Die deutschen Untertitel sind für mich ein großer Pluspunkt. Dies erleichtert nicht nur einiges wie z.B: den Spielablauf, sondern lässt ein auch viel tiefer in die Geschichte eintauchen. Deutsche Texte bieten mir also so gesehen immer ein positives Spielerlebniss.

Tales of Berseria kann ich bestens weiterempfehlen. Ein Rollenspiel mit Klasse und vielen Moralischen Fragen.

Kugatsu’s Fazit

Als die ersten Ankündigungen zu Tales of Berseria, eine eher düstere Welt vorstellten und man ankündigte einen Schritt weg von den sonst so typischen fröhlichen Abenteuerhelden zu gehen, war ich etwas skeptisch, wie dies zur sonst fröhlichen und bunten Welt vorheriger „Tales of“-Spiele passt.
Trotzdem war man neugierig wie dieser Schritt gelingen würde und bestellte mir das Spiel vor. Schon kurz nach dem anspielen war ich schnell in der Welt von Tales of Berseria eingetaucht. Obwohl die Charaktere einen kriminellen Hintergrund haben, oder nur ihre persönlichen Ziele verfolgen wollen, statt die Welt  zu retten, werden die Charaktere einem schnell sympathisch. Der Soundtrack hat mich nicht besonders gefesselt, manche Tracks erinnern stark an den Vorgänger Tales of Zestira. Leider ist aber irgendwie nichts für einprägsames dabei, das ist vielleicht auch der eher düsteren Stimmung des Spiels geschuldet. Ich hätte mir auch in den Anfängen des Spiels ein paar mehr Nebenquets gewünscht, diese konzentrieren sich leider eher nur auf das Ende des Spiels.
Gefreut hat mich außerdem, dass die japanische original Synchronisation wieder dabei war, die ich sehr genossen habe. Die englische Sprachausgabe ist ebenfalls gelungen. Wenn man aber beide Synchros vergleicht, wie so oft, kommen manche Charaktere anders herüber.

Bandai hat Mut bewiesen, in der Tales of-Reihe etwas thematisch anderes auszuprobieren, was meiner Meinung nach gut gelungen ist. So kann ich das Spiel jedem JRPG-Fan ans Herz legen.

Infos

  • Titel: Tales of Berseria
  • Preis: 69,99 Euro, aktuell bei Amazon:EUR 29,99
  • Erhältlich für: PS4 und PC (über Steam)
  • Erschienen: 27. Januar 2017
  • Kategorie: Rollenspiel
  • Entwickler: BANDAI NAMCO Studio Inc.
  • Veröffentlicht von: BANDAI NAMCO Entertainment Europe