Durchgespielt – Akiba’s Beat

Akiba's Beat Game Collectors's Neet Edition Vorderseite

Vorwort

Das Spiel erinnert an Titel wie Tokyo Mirage Sessions #FE und Persona – Allerdings schafft es Akiba’s Beat bei weitem nicht, in diese Fußstapfen zu treten. Zu Storylastig ohne große Spannung aufzubauen und ein nicht ganz flüssiges Kampfsystem können einem schnell den Spaß verderben. In Akiba’s Beat ist Durchhaltevermögen gefragt, um über einige Kritikpunkte hinwegzusehen und dem Titel  eine Chance zu geben.

Akiba's Beat Screenshot

©2016-2017 ACQUIRE Corp. Licensed to and published by PQube

Story

Asahi lebt in Tokyo’s beliebten Stadtteil Akihabara und ist ein echter „Neet“. (No Experience, Education, or Training) bedeutet soviel wie: „nicht in Ausbildung, Arbeit oder Schulung“. Den ganzen Tag verbringt er mit Anime gucken und Videospielen. Doch plötzlich hängt unser Protagonist in einer Zeitschleife fest, jeder Tag ist Sonntag. Schnell macht er Bekanntschaft mit Saki Hoshino, die den Delusions, die in ganz Akihabara plötzlich auftauchen den Kampf ansagt. Realität und Träume verschwimmen – und mehr Delusions erscheinen. Mit weiteren „Auserwählten“ macht sich Asahi auf die Suche nach dem mysteriösen „Pink Caped Man“, der eventuell für all das Verantwortlich ist, um die Zeitschleife zu beenden und wieder Normalität nach Akihabara zu bringen.

Akiba's Beat Screenshot

©2016-2017 ACQUIRE Corp. Licensed to and published by PQube

Wo war denn noch gleich der Hee Ho Markt? Ach ja, wir sind ja nicht in Tokyio Mirage Sessions #FE…

Kampfsystem

Ein normales Levelsystem stärkt eure Charaktere mit jedem Level. Bis Level 99 könnt ihr euch in Akiba’s Beat hochleveln. Neben typischen Angriffen, einer AP Anzeige sowie Skills die ihr mit der Zeit erlernt und einstellen könnt, gibt es (für mich ein Highlight in Akiba’s Beat) den Imagine Mode/Imagine Fields. Nur dieser Modus verhindert es, dass das komplette Kampfsystem nicht zu öde daher kommt. Links befindet sich die „Imagine Gauge“, welche sich mit euren ausgeführten Angriffen auffüllt. Sobald die Anzeige blinkt, die entsprechende Taste drücken und ihr befindet euch kurzweilig im „Imagine Mode“. Jetzt sind Basiswerte erhöht und das angreifen macht gleich viel mehr Freude. 😉 Ist die Leiste komplett voll, aktiviert ihr den „Imagine Fields“-Modus.

Akiba's Beat Screenshot

©2016-2017 ACQUIRE Corp. Licensed to and published by PQube

Akiba's Beat Screenshot

©2016-2017 ACQUIRE Corp. Licensed to and published by PQube

 

Im Laufe von Akiba’s Beat bekommt ihr verschiedene Musik CD’s, die ihr ausrüsten könnt um den „Imagine Fields“ zu benutzen. Jeden Song gibt es in 2 Varianten – Eine lange und eine kurze. Je nach Länge der Kämpfe könnt ihr diese sinnvoll einsetzten. Der Imagine Mode/Imagine Fields fällt positiv auf und macht das Kämpfen angenehm, nicht nur wegen der schönen Musik. 😉

Waffen & Rüstung

In Akiba’s Beat rüstet ihr euch ganz getreu nach dem „Nerd“ Motto mit entsprechenden „PP Parts“ aus. Motherboards, Hard Drives, Graphic Cards. Diese steigern z.B das Waffenlevel, die AP oder andere Werte. Ansonsten könnt ihr euch neue Kleidung, Accessoires, oder Kopfbedeckungen gönnen, um eure Werte zu verbessern. Für alle Sammler unter uns gibt es noch Trading Cards, die im Laufe des Spiels nützlich sind, um bestimmte Werte zu verstärken, oder Bonus auf eure Erfahrung und das gesammelte Geld zu bekommen. Die jeweiligen Shops sind auf der Karte mit einem entsprechenden Symbol versehen. 🙂

Wer für seinen Spieldurchgang noch eine Trading Card Liste usw. sucht, könnte ja hier bei animegamer.de mal vorbeischauen 😉

Akiba's Beat Screenshot

©2016-2017 ACQUIRE Corp. Licensed to and published by PQube

Wer nach einer gefühlten Ewigkeit gerade eine Delusion erfolgreich durchquert hat, kann hinterher oft nochmal den gleichen Weg auf sich nehmen. Das geht einem schnell auf die Nerven!

Grafik & Sound

Die Grafik wirkt altbacken. Anfangs läuft man noch gerne durch Akihabara und guckt sich die Gebäude sowie die Umgebung an. Hier und da entdeckt man schon mal schöne Plakate, ansonsten schwächelt die Gestaltung des Stadtteils, und der NPC’s. Das (normale) Gegner Design ist leider immer das gleiche, je nach Delusion sind nur farbliche Abweichungen gegeben. Akiba’s Beat punktet in dieser Kategorie nur durch ein paar schöne Musikstücke. Sprachausgaben und Untertitel sind in japanisch und englisch einstellbar. Ich empfand die japanischen Stimmen deutlich angenehmer als die englische Vertonung.

©2016-2017 ACQUIRE Corp. Licensed to and published by PQube

Fazit

Also erst mal muss ich zugeben, dass mir der Opening Song von Akiba’s Beat wirklich so gut gefällt, so dass ich beim Starten gerne 2- 3 mal das Opening durchlaufen lasse, bevor ich los lege. 🙂 Um Platin zu bekommen, habe ich ca. 96 Stunden gebraucht. Großer Kritikpunkt neben der fehlenden Spannung sind die Delusions. Wer nach einer gefühlten Ewigkeit gerade eine Delusion erfolgreich durchquert hat, kann hinterher oft nochmal den gleichen Weg auf sich nehmen. Das geht einem schnell auf die Nerven! Die immer gleichen Delusions wiederholt zu durchqueren nervt total – und nimmt einem schnell den Spaß.

Das sammeln der Trading Cards ist ein netter Zeitvertreib, allerdings ebenso mühselig. Gerade die letzten fehlenden Trading Cards zu ergattern kann ordentlich ins Geld gehen. Man weiß am Ende auch nicht immer welche Karten Packs man kaufen muss um seine Karten Sammlung zu komplettieren. Genauso wenig sind die Delusions auf der Karte mit Namen versehen, man sollte ein gutes Gedächtnis besitzen, damit man nicht den Überblick verliert. XD Teleporterpunkte in den Delusions wären sehr praktisch gewesen, um nicht ständig den kompletten Weg nochmals abzuklappern. Selbst wer Level 90+ ist, wird von schwachen Gegnern an gerempelt, die man dann alle auch noch aus dem Weg räumen muss, um voran zu kommen. 😡 Wer sich den Ärger ersparen will kann auf das Item „Parfum“ zurückgreifen, um Gegner davon abzuhalten einen anzugreifen.

Die (Side) Quests sind nicht aufregend genug. Durch die eintönige Gestaltung der Charaktere in den Gesprächen und das hin und her in Akihabara verliert man schon mal die Lust. Wer Side Quests verpasst hat, so wie es mir mit Kotomi passiert ist, kann dies zum Glück im 16. Kapitel nachholen. 😉

Die Story in Akiba’s Beat klingt erst mal aufregend und bietet viel Potenzial, aus der man hätte viel mehr herausholen können. Bis auf ein paar Ausnahmen kam das erwartete „Neet“-Feeling bei mir leider nicht ganz an. 🙁 Es gab Momente in denen ich durch die immer selben langweiligen Sequenzen und Aufgaben die Lust verloren habe, aber ich habe durchgehalten und zum Ende des Spiels wieder Freude an Akiba’s Beat empfunden. 🙂 Es hat auch etwas gedauert, bis ich mit den Charakteren warm wurde. Für ein wenig Abwechslung zwischen den viel zu oft besuchten Delusions sorgt zum Schluss die Zusatz Delusion, da die Zwischen-Bosse etwas herausfordernd sind, und ihr diese nicht noch einmal durchqueren müsst.

Ich habe mir von Akiba’s Beat insgesamt mehr erhofft. Wer JRPG’s durch und durch mag kann aber ruhig mal einen Blick auf diesen Titel wagen. 😉

Akiba's Beat Screenshot

©2016-2017 ACQUIRE Corp. Licensed to and published by PQube

 

Infos

  • Titel: Akiba’s Beat
  • UVP Preis: 49,99 Euro
    Amazon.de: PS4
    Amazon.de: EUR 38,99 PS Vita
  • Erhältlich für: Playstation 4, Playstation Vita
  • Spieler: 1
  • Altersfreigabe: USK ab 12 Jahre
  • Erschienen: 19. Mai 2017
  • Kategorie: JRPG
  • Entwickler: Acquire Corp.
  • Veröffentlicht von: PQube, Acquire Corp.